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Malchin nach Sieg im Stimmungs- und Liga-Vakuum

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Sektdusche oder bittere Tränen: An letzten Spieltagen wird in den Fußball-Ligen den Emotionen freien Lauf gelaufen. Das macht diesen Sport so beliebt.

 

Ein Unding: Der FSV Malchin steht über dem roten Strich und scheint seit Samstag sportlich gerettet. Großer Jubel brach trotz des späten Siegtreffers nicht im Lager der FSVer aus. „Der Klassenerhalt ist für den Verein und für die Mannschaft wie eine Meisterschaft“, hatte Malchins Trainer Marcus Budniak immer wieder betont. Nach einer Meisterfeier sah es nach dem Abpfiff im Grimmener Sportforum nun nicht aus. Dabei hätten die Malchiner allen Grund zum Jubeln gehabt.

Nach starken 90 Minuten führten die Gäste mit 2:1. Schon in der ersten Hälfte hatten die Gäste einige dicke Chancen erspielt. Mehmet Yildiz fehlte hier ein paarmal das Schussglück. Netlings Hinterhaltsschuß wurde noch vor der Linie gestoppt. Dramatisch wurde es in der Endphase. 20 Minuten vor dem Ende ging der Gastgeber in Führung. Mit dem 1:0 der Grimmener waren die 1919er nicht mehr zu retten. Doch die Peenestädter starteten eine furiose Schlussphase. Zunächst lieferten Hannes Kulartz und Hannes Jähnke einen unfreiwilligen Beweis für die magere Torausbeute in dieser Saison ab. Beide hatten das leere Tor aus Nahdistanz nicht getroffen. Doch die beiden Stürmer machten es besser. Kulartz traf zehn Minuten vor dem Ende per Kopf zum 1:1-Ausgleich. Es folgten eine Reihe weiterer dicker FSV-Chancen. Felix Rümker war weit mit aufgerückt und verzog knapp, Christoph Bergmann kam ebenso im Strafraum zum Schuss. Es folgte die 89. Minute. Nach einem weiten Ball war Hannes Jähnke zur Stelle und erzielte per Abstauber sein erstes Auswärtstor der Saison. Die vielumjubelte Führung wurde fix über die Zeit gebracht.

 

Längst war durchgesickert, dass Konkurrent Stralsund in Kühlungsborn führte. Somit waren die Stralsunder außer Reichweite für die 1919er. Doch der SV Görmin unterlag überraschend beim Schlusslicht Hanse Neubrandenburg. Somit holten die Malchiner die Görminer in der Tabelle ein.

 

Der Grund warum den 1919ern nicht zum Feiern zu Mute war, datiert vom 20. April. Beim 3:0-Sieg des TSV Bützow über den SV Görmin sollen die Bützower zu viele Nicht-EU-Ausländer zum Einsatz gebracht haben. Das Sportgericht überprüft dieses Verfahren. Bützow moniert seinerseits Fehler des Landesfussballverband in der Beurteilung von Fußball-Nationalitäten. Ein Zwist, der nun auf den Rücken 1919er ausgetragen wird und längst hätte geklärt sein sollen. Zumindest bis in dieser Angelegenheit ein rechtskräftiges Urteil gesprochen ist, sind die Peenestdäter gerettet. Den vorläufigen Klassenerhalt wollte aber niemand feiern. Diese Konstellation im Keller hat einen faden Beigeschmack.

 

FSV Malchin: Schnarr; Asmus (65. Köllmann), Rümker (86. Lewerenz), Libnow, Nennemann, Bergmann, Netling, Wagenknecht, Yildiz (59. Jähnke), Kulartz, Fischer

   
   
   

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